Diabetes mellitus Typ 1
Allgemeine Informationen
Diabetes mellitus Typ1 ist eine Autoimmunerkrankung. Der Körper erkennt die Insulin produzierenden Zellen nicht als solche und zerstört sie. Dadurch entsteht ein absoluter Insulinmangel. Diese Form tritt am häufigsten im Kindes- und Jugendalter auf und ist nicht heilbar. Menschen mit diesem Diabetestyp sind auf eine dauerhafte und regelmäßige Versorgung mit Insulin angewiesen. Die Ursache für die Entstehung dieser Form ist noch unklar.
Symptome
Typische Symptome sind:
- übermäßiger Durst
- Schwindel
- vermehrter Harndrang
- Übelkeit
- Müdigkeit und Antriebsschwäche

Verlauf und Behandlung
Ein Diabetes Typ 1 ist nicht heilbar. Betroffene sind lebenslang auf eine regelmäßige Insulininjektion angewiesen.
Diabetes mellitus Typ 2
Allgemeine Informationen
Beim Diabetes mellitus Typ 2 wirkt das Insulin im Körper selbst nicht mehr richtig. Die Zellen sind quasi resistent dagegen und nehmen daher auch weniger Glucose auf. Der Blutzucker ist dadurch dauerhaft hoch. Der hohe Blutzuckerspiegel regt das Pankreas an, weiter Insulin zu produzieren. Im Laufe der Zeit merkt der Organismus allerdings, dass diese „Anstrengung“ erfolglos ist und die Insulinproduktion sinkt.
Als Ursache für die Entstehung kommen neben einer genetischen Veranlagung auch Rauchen, Bewegungsmangel, Adipositas, wenig körperliche Aktivität und eine unausgewogene Ernährung in Frage. Ein Diabetes mellitus Typ 2 kann sich über viele Jahre, oft unbemerkt, entwickeln.
Symptome
Typische Symptome sind:
- übermäßiger Durst
- Schwindel
- vermehrter Harndrang
- Übelkeit
- Müdigkeit und Antriebsschwäche

Verlauf und Behandlung
Ein Typ- 2- Diabetes entwickelt sich meist eher langsam und verursacht somit oft auch kaum oder nur leichte Beschwerden. Im Rahmen einer Blutuntersuchung können aber erhöhte BZ- Werte entdeckt werden. Zur Therapie stehen verschiedene Bausteine zur Verfügung:
Nicht- medikamentöse Maßnahmen wie Bewegung, ausgewogene Ernährung und ggf. eine Gewichtsreduktion können zu einer Normalisierung der Werte beitragen und dadurch eine medikamentöse Behandlung verhindern. Kann dies nicht oder in nicht ausreichendem Maß durchgesetzt werden, wird der Arzt oder die Ärztin wahrscheinlich medikamentöse Maßnahmen verordnen.
Besteht ein unbehandelter oder nicht ausreichend behandelter Diabetes kann es zu Schäden an den Blutgefäßen, bedingt durch die dauerhaft hohe Zuckerkonzentration im Blut, kommen. Dies wiederum erhöht das Risiko für Schlaganfälle, Herzinfarkte und kann zu Durchblutungsstörungen führen, wodurch etwa eine paVK entstehen kann. Auch die Gefahr der Entstehung eines diabetischen Fußsyndroms steigt massiv an. Eine Hypertonie, also ein zu hoher Blutdruck, kann die Risiken und daraus resultierenden Komplikationen nochmals stark erhöhen.
Diabetes mellitus Typ 3
Allgemeine Informationen
Unter dem Typ 3 Diabetes werden verschiedene Diabetesformen zusammengefasst. Sie treten viel seltener auf als die beiden oben genannten Formen. Die Entstehung geht meist auf andere Ursachen zurück, wie
- Autoimmunerkrankungen
- genetische Ursachen
- Viren
- Chemikalien
- Medikamente
- Erkrankungen des Pankreas oder der Insulin bildenden Zellen
- Störungen des Hormonsystems
Der Gestationsdiabetes soll an dieser Stelle der Vollständigkeit halber erwähnt werden. Er wird jedoch aufgrund der nicht vorhandenen Relevanz nicht weiter vertieft.
Symptome
Die Symptome bei Typ 3 Diabetes können die gleichen wie bei anderen Diabetesformen sein- siehe oben.
Verlauf und Behandlung
Hier muss immer der Einzelfall betrachtet werden. Aufgrund der unterschiedlichen Ursachen kann es Diabetesformen geben, die kaum oder nur wenig Beschwerden bereiten und gut behandelbar sind. Es gibt aber auch Formen die, zum Beispiel aufgrund einer fortschreitenden Grund-/Begleiterkrankung, nicht oder nur schlecht behandelbar sind.
Der Gestationsdiabetes soll an dieser Stelle der Vollständigkeit halber erwähnt werden. Er wird jedoch aufgrund der nicht vorhandenen Relevanz nicht weiter vertieft.
